Wappen

Über die Salpeterer im Hotzenwald

Historiker und Heimatforscher

 

Peter Ch. Müller
aus Bad Säckingen

Passfoto

 

Biographische Angaben

Müller, Peter Christian
Jahrgang 1944

Studium an der Universität Breslau, Magisterabschluss im Jahr 1968.
Schwerpunkt: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Danach Mitarbeiter der Universität Breslau: zunächst an der Universitätsbibliothek, später Hochschulassistent am Historischen Institut.

Seit 1981 als Historiker und Stadtarchivar in Bad Säckingen.

Schwerpunkte der Forschungs- und Ausstellungsarbeit:
Industrialisierung am Hochrhein und ihre Folgen;
Deutsch - schweizerische Grenze;
Joseph Victor von Scheffel

Mitglied in:
Badische Heimat
Fricktalisch - badische Vereinigung für Heimatkunde
Verein Haus Fischerzunft
Verein deutscher Archivare

 

 

Einige ganz subjektive Anmerkungen:

Mehr berichtet er nicht, wenn er gebeten wird, seine Geschichte für die Historikerseiten zur Verfügung zu stellen. So bescheiden, wie das klingt, so ist er auch. Peter Christian Müller lernte ich anlässlich eines Vortragsabends den ich 1994 über die Salpetererunruhen im Säckinger Trompeterschloss hielt, kennen. Erst kürzlich begegnete ich ihm wieder, als er in der Stadtbücherei Bad Säckingen, deren Arbeit er verantwortet, die Lesung eines historischen Romans der Laufenburger Autorin Petra Gabriel moderierte. Hierbei erwies er sich nicht nur als ein Kenner mittelalterlichen Lebens sondern auch als ein Mann, der in Stil, Inhalt und Vortragsweise seine Zuhörerinnen und Zuhörer fesseln kann.
In seiner beruflichen Eigenschaft als Archivar der Stadt Bad Säckingen suchte ich ihn zum ersten Male vor zwei Jahren auf. Freundlich, hilfsbereit und sehr kompetent gab er Auskunft und half nach besten Kräften. Seine historischen Interessen, so erzählte er, liegen auf dem Gebiet der Wirtschaftsgeschichte. Seine diesbezüglichen Veröffentlichungen weisen ihn als Kenner dieser Materie aus und mit großem Gewinn verarbeitete ich zum Beispiel seinen Beitrag über die Industrie in unserer Region aus "Nachbarn am Hochrhein" (bibliographische Angaben s. u.). Dass Christian Müller sich nicht allein auf wirtschaftshistorische Arbeiten beschränkt, das verraten die Titel seiner veröffentlichten Arbeiten, die zugleich darauf verweisen, dass er allen Bürgerinnen und Bürger in den Landschaften am Hochrhein hilft, die Kenntnisse über historische Entwicklungen zu erweitern und zu vertiefen.

Große Verdienste erwarb und erwirbt er sich, wenn es darum geht, Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Umland Bad Säckingens, seien dies Einheimische oder Besucher, die Geschichte ihrer Heimat nahe zu bringen. Neben Vorträgen und Führungen sind es vor allem Ausstellungen zur Geschichte, die er organisiert. Hierfür steht ihm das "Haus Fischerzunft" in der Fischergasse 12 zur Verfügung, das vom Geschichtsverein "Haus Fischerzunft", deren Vorsitzender er ist, betreut wird. Zu einem großen Erfolg wurde die diesjährige Ausstellung zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Säckingen. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten Bilder und andere Dokumente aus jenen bewegten und bedrückenden Tagen zur Verfügung gestellt. Das Echo war beachtlich - sowohl, was die hohe Zahl der Ausstellungsbesucher als auch die Anerkennung für den Organisator und Moderator, Herrn Müller betraf. "Viele derjenigen, die es selbst erlebt haben, meinten, wir hätten das Thema und den damaligen Geist der Zeit gut dargestellt", erklärte Peter Ch. Müller der Badischen Zeitung gegenüber.

Dr. Joachim Rumpf 31.08.05

 

 
in Bad. Ztg.

 

Bemerkenswert ist, und darauf wird an dieser Stelle heute schon hingewiesen, dass zwischen dem 11. Juli bis zum 31. August 2006 am gleichen Ausstellungsort über die Periode zwischen 1789 und 1815 informiert wird, als Säckingen und das Fricktal als Teil Vorderösterreichs zu bestehen aufhörten und die linksrheinischen Gebiete an das Haus Baden kamen. Wieder ein "Schwellenereignis" also - und wieder gemeinsam mit der "Fricktalisch Badischen Vereinigung für Heimatkunde".
Am Beispiel der Arbeit Müllers lässt sich recht gut nachweisen, dass - wie auch in beiden Laufenburg - die Zusammenarbeit zwischen badischen und aargauischen historischen und kulturellen Vereinigungen in herausragender Weise verwirklicht und von der Bevölkerung angenommen wird.

 

 

Am 22. Mai 2010 wurde in der Badischen Zeitung von Christiane Weishaupt über die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer an der Schreibwerkstatt von Petra Gabriel ein Bericht veröffentlicht. Die von Frau Weishaupt abgelichteten jungen Talente hatten Gelegenheit, ihre Texte im Haus Fischerzunft in Bad Säckingen vorzustellen. Peter Christian Müller setzte seinen letzten Arbeitstag als Stadtarchivar in eine Kurzgeschichte um, in der er augenzwinkernt verrät, wie es ihm und allen Arbeitsmitteln zu Mute gewesen sei.

Damit hat er, wie seine "Mitschülerinnen" eine neue Aufgabe gefunden, der er, wie er mir einmal versicherte, liebend gern seinen begonnen Lebensabschnitt als Ruheständler widmen wird.

 der Literat

 


 

 

Hier eine Auswahl seiner Veröffentlichungen

Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Gemeinde Rickenbach. In: Rickenbach. Geschichte der Einung, des Kirchspiels und der Gemeinde Rickenbach. 1985. S. 138-160.

Die Fridolinsprozession in Bad Säckingen.
In: Heimat am Hochrhein, Bd.11 (1986) S. 128-133.

Scheffel und Bad Säckingen.
In: Badische Heimat, H.2/1986, S. 218-229.

Säckingen um 1900. Wirtschaft und Gesellschaft im Industriezeitalter.
In: Regio Basiliensis, Jg. 33 (1992), H. 1, S. 25-32.

Die Wuhren. Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des Hochrheins und des Hotzenwaldes. In: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg. 1993. S. 333-350.

Einung und Gemeinde. In: Murg am Hochrhein. Die Geschichte der Gemeinde Murg mit den Ortsteilen Hänner, Niederhof und Oberhof. Murg 1994. S. 142-181. Die Wuhren. Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des Hochrheins und des Hotzenwalds.
In: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg, Bd. 5 (1993), S. 333-350.

Bad Säckingen in alten Ansichten. Europäische Bibliothek - Zaltbommel, 1993.

Das Ende der Grafschaft Hauenstein.
In: Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald, Jg. 1994, S. 79-83.

Die Säckinger Industrie im Zweiten Weltkrieg.
In: Vom Jura zum Schwarzwald, 1995, S. 133-138.

Bad Säckingen: Renaturierung des Schöpfebachtals.
In: Badische Heimat. 1/1995 S. 125-129.

Die vorderösterreichische Waldstadt Säckingen. Eine Erinnerung an die habsburgische Zeit.
In: Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald, Jg. 1996, S. 15-27.

Das Ende der Grafschaft Hauenstein. In: Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald.
Beiträge zur Geschichte des Landkreises Waldshut. Hrsg.: Geschichtsverein Hochrhein e. V. Waldshut
Jahrgang 1996, S. 79 - 83

Zur Geschichte der Todtmooser Wallfahrt. In: Das Markgräflerland. 2/1996. S. 168-176.

An der Schweizer Grenze 1848/49. Flüchtlinge und Grenzübergänge zwischen dem Amtsbezirk Säckingen und dem Kanton Aargau.
In: Badische Heimat, H.3/1998, S. 392-401. + Vom Jura zum Schwarzwald

Bad Säckingen. Archivbilder 2001.

Wie der Jurist Scheffel zum Dichter wurde. In: Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald, Jg. 2001, S.64 - 69.

Bad Säckingen - Waldstadt und Grenzstadt. In: Der Rhein und die Waldstädte [Ausstellungsschrift] 2002, S. 28 - 37.

Die Industrie [am Hochrhein und im Fricktal]. In: Nachbarn am Hochrhein. Eine Landeskunde der Region zwischen Jura und Schwarzwald. Hrsg. von der Fricktalisch - Badischen Vereinigung für Heimatkunde 2002, Bd.2, S. 65 - 76.

Die Landwirtschaft im Rheintal und im Hotzenwald. In Nachbarn am Hochrhein. Eine Landeskunde der Region zwischen Jura und Schwarzwald. Hrsg. von der Fricktalisch - Badischen Vereinigung für Heimatkunde 2002, Bd.2, S. 29 - 33.

Die Museen in Bad Säckingen. In: Heimat am Hochrhein. Jahrbuch des Landkreises Waldshut, Bd. 28 (2003), S. 24 - 26.

Müllmuseum in Bad Säckingen-Wallbach. Ein Spiegelbild der Konsumgesellschaft.
In: Badische Heimat 4/2003, S. 673 - 677.

Bad Säckingen. Die 50er und 60er Jahre. Wartberg 2004.

Zwischen Krieg und Hoffnung - das Ende der Grafschaft Hauenstein.
In: Vom Jura zum Schwarzwald. 2005. S. 7-10.

 

 

zurück zu Einführung Historiker

zurück zur Inhaltsübersicht