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Das Heimatmuseum Hotzenwald in Görwihl

 

Das Heimatmuseum Hotzenwald in Görwihl und sein Trägerverein

Wen oder was es braucht, um ein Museum zu gestalten und zu erhalten

 

vorstand

 

Ohne persönlichen Einsatz ginge nichts

Als vor einiger Zeit eine Gemeinde aus unserem Landkreis Waldshut beim Vorstand des Museumsvereins anfragte, was denn zu tun und zu beachten wäre, wenn man ein Heimatmuseum aufbauen möchte, hätte geantwortet werden können:

Um ein Museum aufzubauen, braucht es engagierte, interessierte, kompetente Persönlichkeiten, die bereit sind über ein unbestimmte Zeit hinweg mit großer Ausdauer und Zähigkeit und ehrenamtlich ihre Zeit, ihr Wissen und Können und ihre Kraft (durchaus auch im physischen Sinne) dieser Aufgabe zu widmen.

Dieser Voraussetzung bedarf es zweifellos für andere Ehrenämter genau so. Ob die freiwillige Feuerwehr, das DRK, ein Gesang- oder Musikverein, der BUND - um nur einige aus dem reichen Strauß bürgerlichen Engagements zu erwähnen: Die Leistungen dieser Vereine und Vereinigungen stehen und fallen mit den Leistungen ihrer Mitglieder und vor allem ihrer Vorstände und mit dem Grad der Unterstützung, die die politische Gemeinden und die Öffentlichkeit ihnen zuteil werden lassen. Das gilt auch für den Museumsverein in Görwihl.

Zu dessen Hauptakteuren gehörten von Anfang an:

Frau Anne Andres, Expertin für Web- und diffizile Handarbeiten und das Spinnen
Herr Paul Eisenbeis, Rektor der Grund- und Hauptschule in Görwihl
Herr Dr. Bruno Feige, Arzt in Görwihl (erster Vorsitzender des Vereins von 1976 bis 2000; seither Ehrenvorsitzender)
Herr Alfred Frey, Pfarrer der katholischen Gemeinde Görwihl (einer der Stellvertreter)
Herr Fritz Maier, Zimmermann aus Görwihl (er amtiert als ehrenamtlicher Hausmeister sowie als technischer Experte bei vielfältigen Facharbeiten) und seine Frau als ehrenamtliche Raumpflegerin
Herr Oskar Matt, Webermeister aus Segeten; er bedient wenigstens an jedem erstem Sonntag im Monat den Seidenbandwebstuhl
Herr Dr. Oberholzer, Professor für Volkskunde an der Bundeswehrhochschule in München; er stammt aus Hausen im Wiesental und ist ehrenamtlicher wissenschaftlicher Betreuer unseres Museums (und anderer Museen)
Herr Dr. Günther Romacker, Arzt in Görwihl (zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden bis 2005)

In den Gründungsvorstand wurden 1976 weiter gewählt
Herr Walther Niessen (als Schriftführer bis 1980)
Herr Günther Oechsle, Architekt in Görwihl-Rotzingen als Kassierer
Als Beisitzer:
Herr Apotheker Menne, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verkehrsvereins
Sowie Richard Baumgartner, Reinhold Eckert, Gerhard Huber, Erich Rauscher, Heinrich Schindler, Josef Stoll und Klaus Strittmatter als Vertreter der Ortsteile und Vereine.

Das Bild oben zeigt die"Gründungsväter" und ersten Vorstandsmitglieder.

Bezeichnend ist, und der ausschlaggebende Grund für den erfolgreichen Aufbau und die Verwaltung des Heimatmuseums Hotzenwald in Görwihl ist, dass die meisten der Persönlichkeiten, die den Museumsverein aus der Taufe hoben, seit dreißig Jahren unverdrossen mitarbeiten. Alle hier mitgeteilten Entwicklungen und Aktionen, wären ohne dieses ehrenamtliche und andauernde bürgerschaftliche Engagement undenkbar gewesen. Bei den Frauen und Männern im Hotzenwald sind ehrenamtliche Leistungen für das Allgemeinwohl, was von Bundespolitikern zur Zeit (Mai 2006) gefordert wird, längst selbstverständlich.

 

 

 

 

Ebenfalls von der ersten Stunde an war Herr Bürgermeister Harald Schäuble Mitglied unseres Vereins und aktiver Förderer des Museumsgedankens und seiner praktischen Verwirklichung in allen Entwicklungsphasen. 1999 schied er nach über dreißig Jahren Dienstzeit aus dem Amt und sein Nachfolger, Herr Bürgermeister Carsten Quednow übernahm den "Stab" und trägt ihn seither, gemeinsam mit Rathausmitarbeitern und Ratsmitgliedern weiter. Ohne jeden Zweifel trug die solide und wohlwollende Förderung des Museumsprojekts durch das Bürgermeisteramt und die Mandatsträger im Gemeinderat in entscheidender Weise zu seinem Gelingen bei.

Als im Jahre 2003 Herr Dr. Feige den Vereinsvorsitz abgab, trat Herr Scheuble, nunmehr Bürgermeister i. R. an seine Stelle.

Herr Architekt Oechsle zog sich 1987 aus der Funktion des Rechners zurück. An seiner Stelle amtierte Herr Goetz von 1987 bis 2003 als Kassierer des Vereins. Als er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgab, übernahm Herr Walter Maier, der ehemalige Gemeinderechner (ebenfalls im Ruhestand) diese Aufgabe.

 

 

 

Herr Pfarrer Alfred Frei starb nach kurzer schwerer Erkrankung mit fünfundsiebzig Jahren 1999 in Freiburg. Nicht zuletzt seinem Eifer und hohem Engagement war es zu verdanken, dass Verein und Museum in der Bevölkerung fest wurzelten. Sein ehemaliger langjähriger Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Arzt Dr. Feige wusste um den Wunsch dieses Seelsorgers, der seit 1970 die katholische Gemeinde betreut hatte. Er wollte Zu jenen katholischen Geistlichen gehören, die im Hotzenwald etwas bewegt hatten. Heinrich Hansjakob und Jakob Ebner gehörten dazu und vor allem Pfarrer Döbele, der 29 Jahre (bis 1904) die Pfarrei Görwihl betreut hatte, und dort insofern segensreich wirkte, da er eine "Creditkasse" (die heutige "Hotzenwaldbank"), eine Schwesternstation und den Schwarzwaldverein gründete, alles Einrichtungen, die bis in unsere Zeit Bestand haben.
Auch Pfarrer Frei hat sein Ziel erreicht und lebt in seinen Werken fort. Und zu den zahlreichen Verdiensten, die sich Pfarrer Alfred Frei in den Jahren seines Wirkens in Görwihl erwarb, gehört nicht zuletzt seine Mitwirkung am Heimatmuseum Görwihl. Dort auch befindet sich im Eingangsbereich eine Tafel, die an ihn erinnert.

 

 

 

Zum Nachfolger von Herrn Pfarrer Frei als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden wurde im März 2000 der Ratsschreiber i. R. Friedulf Hermann aus Rotzingen gewählt und als Dr. Romacker aus gesundheitlichen Gründen sein Stellvertreteramt niederlegte, trat im März 2005 Herr Eisenbeis, seit 1980 Schriftführer im Vorstand, an seine Stelle. Zum neuen Schriftführer wurde Dr. Joachim Rumpf gewählt.

Nach 1985, als das Museum am Marktplatz eröffnet worden war und zunächst zwei später vier Etagen einnahm, reichten bald einmal zwei Aufsichtspersonen nicht mehr aus. Der Vorstand suchte und fand Görwihler Bürgerinnen und Bürger, die sich fortan an jedem Sonn- und Feiertag von 14 - 16 Uhr an den Aufsichten beteiligten. Im Jahre 2005 waren an den Aufsichtsdiensten 38 Personen beteiligt.

Es wurde darüber hinaus üblich, dass die Herren Eisenbeis und Dr. Feige Führungen für angemeldete Gruppen zu den verschiedensten Terminen übernahmen. Auch dieser Dienst weitete sich aus. Erst übernahm Herr Götz, der Kassierer des Vereins Museumsführungen. Später führten der Vorsitzende des Vereins, Bürgermeister i. R. Harald Scheuble, der Ratschreiber i. R. Fridulf Hermann, der Gemeinderechner i. R. Walter Meier ebenfalls Besuchergruppen durch das Museum. Mit den Herren Eisenbeis und Dr. Feige gibt es also fünf "Museumsführer". Dass gerade diese Museumsführungen eine große Bedeutung erlangten, zeigte die Besucherstatistik für das Kalenderjahr 2005. Im Protokollbuch des Vereins ist festgehalten, dass das Museum von insgesamt 2.983 Personen besucht wurde. Davon waren es an Sonn- und Feiertagen 1.388 Einzelpersonen und an 112 Führungen nahmen insgesamt 1.537 Personen teil.

 

 
Zum Schluss werden noch einmal einige der Museumsmitarbeiter "ins Bild gesetzt":
vorstand
oskar

 

 

 

Andres

 

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